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Das Spitalbier

Im Mittelalter, also auch in der Zeit der Gründung unserer Spitäler, hatte Bier eine gänzlich andere Bedeutung als heute. Als abgekochte Flüssigkeit konnte es ohne Angst vor Infektionen getrunken werden. Dies hatte zur Folge, dass jeder vorzugsweise mit Bier seinen Durst stillte. Bier wurde schon zum Frühstück getrunken, mit Bier wurden Speisen zubereitet, sogar Kindern gab man Bier zu trinken. Allerdings hatte das Bier zu dieser Zeit keinen so hohen Alkoholanteil wie heute.

Natürlich hatten auch die Bewohner der Spitäler Anspruch auf tägliche Bierrationen. Um Bier nicht mehr zukaufen zu müssen, erstanden die damaligen Spitalpfleger im Mai 1615 ein Anwesen in der Enggasse, um dort für den Eigenbedarf Bier brauen zu können. Am 10. Oktober 1616 erfolgte die Genehmigung des Landesherrn, für das innere Spital (jetzt Bürgerheim) einen spitalischen Haustrunk zu brauen.

Dieser mehr als 400 Jahre alten Geschichte folgend hat die Bürgerspitalstiftung Straubing das Spitalbier wieder zum Leben erweckt. Das neue Spitalbier soll allerdings nicht nur Haustrunk sein, sondern allen interessierten Biergenießern Gaumenfreuden bereiten. Bernsteinfarben mit einer leicht hopfigen Note und cremiger Schaumbildung ist es nicht nur für den Gaumen, sondern auch fürs Auge ein Genuss.

Erwerben können Sie das Spezialbier voraussichtlich ab Herbst 2022 zunächst ausschließlich in den beiden Einrichtungen der Bürgerspitalstiftung Straubing, dem Bürgerheim und dem Seniorenheim St. Nikola.

Auch wenn unser Bier nicht das billigste ist, können Sie sicher sein, mit jeder gekauften Flasche Gutes zu tun. Der Erlös aus dem Verkauf kommt ausschließlich den Bewohnern unserer beiden Pflegeeinrichtungen zu Gute.
 

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